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Epilog Nachtigall

So schreibe ich hier die Worte nieder, aus dem Buch der alten Verse. Einige dieser Verse mögen älter sein als die Schrift selbst. Lange habe sie im Dunkeln gewartet, entziffert und neu aufgetragen zu werden. Ihr Ersteller,  Io,  schon lange dahingeschieden, sollen sie sein Antlitz bewahren.

 

Epilog Nachtigall

 

Lieblich reizend deiner Sinne,

Dem Aug, dem Ohr, dem Wort verfallen,

Der Nachtigall letzter Laut,

War der wunderschöne Klang des SeSoins,

Der Liebe, der Sehnsucht, des Schmerzes zuviel,

Kaum tragend sich selbst dann noch für andere,

All jene Last versucht zu nehmen,

Nur bekam ich leerer Worte viel,

Dem Tun fehlte es an allen Dingen,

 

So singe mir Nachtigall,

Der Stimme so warm und klar,

Dem Klang so deutlich und stark,

Der Melodie so frisch und unbeugsam,

Dein Begehr und wollen

Dein Handeln und Fordern,

Denn allein dessen stehend im Dunkel,

Beratschlage ich mit der Zeit,

Jene die mich treibt,

Welch Richtung ich muss wandern,

 

Und so am heutgen Tage, treff ich die Entscheidung für dich mit,

Der ersten Letzte soll sie sein,

Geh, lauf, verschwinde, hinfort mit dir,

Bevor der Liebe schwerer Last uns beid erdrückt,

Als der freien Schwingen Liebe du so unbekümmert bist,

Sind meine schon zerschunden und der Abstieg mir gewiss,

Geh, lauf, verschwinde, hinfort mit dir,

Wenn schon meinem Geiste klar im Bilde,

Dein Fortgehen diesen Nebel lichte,

Und der Erinnerung das Brennen nehme.

 

So dein Klang in Stille hallt,

Mit dem einzig wahren Worte,

Dem jeder Vogel folgt:

"Freiheit",... weite, einsame Freiheit.

 

iO

27.1.13 21:41

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