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über geistige und emotionale Fehlleistungen
 

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Tag 1 - Vol. I

Ok ich gebe zu "Tag 1" ist nicht sonderlich passend, Tag 1 beinhaltet den Beginn, den Anfang, das Startdatum. Und das war schon eher, viel eher - na ich glaube ich weiß nicht mal mehr wann genau es war, so lange ist es her. Nein,  Tag 1 da dieser Tag, der alles änderte. Ich gebe Euch einen Einblick in diese kleine mistige Welt, voller Lügen, Schweinereien und Oberflächlichkeiten. Die moderne Welt des Mittzwanziger-Singles ist leicht mit dem Inferno-Mode von Diablo 3 zu vergleichen. Für diejenigen, die kein Diablo 3 zocken: Das Wort Inferno kommt nicht von ungefähr. Um alles zu verstehen, bedarf es Zeit. Ich meine. Ich selbst habe noch immer nicht alles verstanden, kein Stück, nein wie auch? Wenn man hier alles verstehen möchte, muss man wahrscheinlich ein anderes Weltbild haben, eines in dem die Menschen sich die Hose mit ner Kneifzange zumachen, und Frauen als einzig wahre Gottheit verehrt werden. Nun ohne noch weiter Stunden über den Sinn dieser Odyssee zu senieren, der Beginn, Tag 1, mein Anfang vom, . Ende? Nein nur der Start meines Lebens.

 

O. kam nach der Arbeit vollkommen erschöpft zu Hause an. Ich wartete schon voller Aufregung auf sie. Wartete, legte mir die Worte zurecht, überlegte mir neue und nahm dann doch die alten. Es war so unendlich schwierig, aber im nach hinein frage ich mich eigentlich nur, was daran schwerer war. Der Entschluss es zu tun, oder das Gespräch. Ich glaube der es war der Entschluss, der mit dem Worten anfing "Ich muss mit Dir reden."

 

O. kam nicht mal zum Essen, sie sah mich erschreckt an, setzte sich neben mich, hielt meine Hand. "Ist alles in Ordnung, mein Schatz?" fragte sie mich mit besorgniserregender Stimme.

"Nein."

Pause.

Tiefe schreckliche Pause.

"Ich denke es hat mit uns beiden keinen Sinn mehr." Sagte ich und sah ihr dabei ins Gesicht.

 

Nun ja ich könnte nun Zeilen darüber schreiben, was alles geschehen ist, welche Beleidigungen sie mir an den Kopf geworfen hat und dass ich keine genauen Gründe für die Trennung nennen konnte, außer lediglich "Die Luft ist raus." - Erschreckend, man verbringt über 2 Jahre seines Lebens mit einem Menschen, plant eine gemeinsame Zukunft mit ihm, Kinder, Haus, alles was dazu gehört und verlässt ihn dann.

 

Ich kann verstehen, dass sie danach nicht sonderlich gut auf mich zu sprechen war, auch verstehe ich, dass es besser war mir eine neue Zahnbürste zu kaufen und die alte mit dem Sondermüll zu entsorgen. Einzig und allein verstehe ich nicht den Rosenkrieg, der danach im Hintergrund ablief.

 

Der folgende Monat lief ganz einfach ab, ich redete nicht mit O. und sie nicht mit mir. Sie zog ihr Ding bis zum Auszug durch und ich meines, naja so gut es ging. Es war schon schwierig mit nur einer Pfanne zu kochen, und ohne Besteck zu essen, aber ich verstehe schon. Sie wollte halt alles rechtzeitig eingepackt wissen. Es wurde von Tag zu Tag einfacher in dieser lebensfeindlichen Welt zu leben. Ja sogar angenehm. Immerhin traf ich mich nun jeden Abend mit meinen Freunden, trank Bier, chattete mit Frauen und organisierte mein Leben neu. Also ich tat nichts anderes als vorher auch schon, nur als Single.

 

Und es war ungewohnt, es war erschreckend ungewohnt. Das schlafen war ungewohnt, das Aufstehen war ungewohnt, das Essen war ungewohnt, ja mein Gott selbst das kacken war ungewohnt. Alles war. - anders? Ja! - Anders!

 

Nun wie schon erwähnt zog sich der erste Monat so durch, still und leise, still und friedlich, keine Kommunikation, die bekanntlich ja auch Kommunikation ist, lag zwischen uns. Bis Woche 3. Woche 3 war verdammt seltsam. O. begann ein Gespräch mit mir. Und lächelte. Ich war echt erschrocken, in diesem Moment. Ich meine, es war sehr angenehm. Endlich lag ein Lächeln auf ihren Mundwinkeln. Ich meine, ich weiß nicht mal mehr, wieso wir überhaupt ins Gespräch kamen, aber man bemerkte sofort, dass sich etwas verändert hatte. Gut so! - Denkste! Ich Vollidiot habe angenommen, sie hätte etwas über die Situation nachgedacht und selber bemerkt, dass die einzige Lösung eine Trennung war. Nein, die blöde Pute erzählte mir später mal in der Disko, bei gewohnten 3 Promille, dass sie einfach nur festgestellt habe, es gäbe noch andere Männer auf der Welt. Für die nicht so kreativen unter uns: Sie hat 3 Wochen nach der Trennung den nächsten S*****z in den Mund genommen! Gut soweit, wieso auch nicht? Sie war ja Single, ich habe sie verlassen und sie damit tieftraurig verletzt, aber der Knaller kommt ja noch. Dieser S*****z war nen weiteren Monat später ihr neuer fester Freund.

 

Also ich fasse zusammen: What the Fuck? Dieses Miststück hat mir die Szene ihres Lebens vorgespielt, mich beschimpft, meine geliebte Zahnbürste entweiht, mir ein schlechtes Gewissen eingeredet, und DANN auch noch behauptet ich hätte sie betrogen und aus dem Grunde, hätte SIE die Beziehung beendet. Dieses Miststück hat nach nicht mal einem Monat nen neuen? Wohlgemerkt war der Neue gar nicht neu, er war alt, sie kannten sich schon seit Jahren, und er war in einer 4 jährigen Beziehung, die sie damit zerstört hat.

 

Respekt, meine Werte Ex! Respekt, das nenne ich Liebe!

 

Somit begann ich, mich mit dem Thema "Die geistige und emotionale Fehlleistung von Frauen" zu beschäftigen. Und ich war erst am Anfang. Glaubt mir!

27.1.13 20:18

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